Regelwerk · Slowakei

Mit der Drohne in der Slowakei fliegen: der Leitfaden zu den Vorschriften

Aktualisiert · Oktober 2026 · 4 Min. · Quellen Dopravný úrad / Slov-Lex

1 · Die offene Kategorie

Die europäische Verordnung gilt in der Slowakei, und die Behörde ist das Dopravný úrad (Verkehrsamt, Abteilung Zivilluftfahrt). Seine Seite zur offenen Kategorie nennt: unter 25 kg, nie mehr als 120 m vom nächstgelegenen Punkt des Bodens entfernt — siehe den europäischen Rahmen.

  • Mindestalter: 16 Jahre. Ein Minderjähriger fliegt unter der Registrierungsnummer einer verantwortlichen Person ab 18 Jahren.
  • Seit dem 1. Januar 2024 müssen Drohnen der Klassen C1, C2 und C3 eine aktive Fernidentifizierung (Remote ID) haben.

2 · Zonen: die amtliche Datei und die CTR

Die Behörde veröffentlicht eine KML-Datei der geografischen Zonen (aktualisiert am 1. Oktober 2026) und verweist auf eine VFR-Karte der ICAO; eine eigene amtliche Drohnen-App gibt es nicht. Das Dopravný úrad legt die Zonen per Entscheidung fest (§ 7a des Gesetzes 143/1998).

  • Kontrollzonen (CTR) um Bratislava, Košice, Žilina, Piešťany und Poprad: Ohne Genehmigung fliegt man nur in mehr als 5 km Entfernung vom Flughafen und in höchstens 30 m Höhe — oder in einem atypischen Luftraum. Die FAQ derselben Website nennen 5,6 km: Die Quellen entscheiden das nicht. Ein Betrieb in einer CTR erfordert sonst eine Genehmigung der speziellen Kategorie.
  • Eine Zonenentscheidung zu verletzen ist ein Verstoß (siehe die Sanktionen).

⚠️ Die Glydar-Karte zeigt die Vorschriften der Slowakei nicht an: Die amtliche Zonendatei (KML) des Dopravný úrad ist maßgeblich und vor jedem Flug zu prüfen — siehe die Abdeckung, Land für Land.

3 · Registrierung, Prüfung und Versicherung

  • Registrierung für eine Drohne ab 250 g oder mit einem Sensor für personenbezogene Daten (außer Spielzeug): 35 €, unbefristet gültig. Betreiber ist eine juristische Person, ein Unternehmer oder eine Person ab 18 Jahren.
  • A1/A3-Prüfung online: 40 Fragen, 75 % zum Bestehen, 3 Versuche von 60 Minuten; Prüfungsgebühr 30 €.
  • Versicherung nach Artikel 45 c) des Gesetzes: Pflicht in A2, in A3 (auch bei einer Drohne über 250 g ohne Klassenaufkleber C), in der speziellen Kategorie. Nicht in A1. Das Minimum ist das der Kategorie der Luftfahrzeuge unter 500 kg der Verordnung (EG) 785/2004; die Seite nennt keinen Betrag in Euro.

4 · FPV und Nachtflug

FPV: Das Amt lässt es nur mit einem Beobachter zu, in der Unterkategorie A3.

Bei Nacht: nur mit aktiviertem grünem Blinklicht an der Drohne.

5 · Vor jedem Flug

  • Die Zonendatei des Dopravný úrad konsultieren: CTR, ständige und temporäre Zonen.
  • Betreibernummer an der Drohne; passendes Zertifikat; Versicherung in A2 oder A3.
  • FPV: ein Beobachter. Nacht: das grüne Blinklicht.
Dieser Leitfaden bereitet auf, er ersetzt weder die amtlichen Texte noch eine aktuelle Überprüfung. Im Zweifel: das Dopravný úrad.

6 · Sanktionen: was das Gesetz sagt

Das Zivilluftfahrtgesetz (143/1998 Z. z.) definiert Verstöße (§ 53), die das Dopravný úrad mit einem Bußgeld ahndet. Das sieht der Text vor, ohne etwas hinzuzufügen:

  • Flug in verbotenem oder eingeschränktem Luftraum, Verletzung einer Zonenentscheidung: von 100 € bis 3.500 € je nach betroffenem Artikel, bei Fahrlässigkeit niedriger als bei Vorsatz (2.000 € oder 100 € für einen eingeschränkten Luftraum oder eine UAS-Zone; 3.500 € oder 500 € für einen verbotenen Luftraum).
  • Nicht registrierte Drohne oder Betrieb eines Systems ohne Registrierung: bis zu 3.500 €.
  • Ohne Versicherung: bis zu 1.500 €. Ohne gültiges Pilotenzertifikat: bis zu 2.000 € und Tätigkeitsverbot bis zu 3 Jahren.
  • Wenn der Betreiber nicht nachweist, wer geflogen ist, kann das Bußgeld bis zu 20.000 € betragen (§ 53a).
Das sind Höchstbeträge oder Beträge des Textes zum Zeitpunkt der Überprüfung (Oktober 2026, am 1. Januar 2026 geltende Fassung) — maßgeblich ist der Gesetzestext, nicht diese Seite.

7 · Deine Verantwortung und was Glydar tut

Glydar informiert; es befreit von nichts. Dieser Leitfaden stützt sich auf amtliche Quellen, ist aber keine amtliche Quelle, garantiert weder deren Vollständigkeit noch Aktualität und ist keine Flugerlaubnis.

Der Fernpilot bleibt allein verantwortlich für seinen Flug und dessen Rechtmäßigkeit, wie die Nutzungsbedingungen in Erinnerung rufen. Alles zum Überprüfen ist in Reichweite: die Abdeckung, Land für Land, die amtliche Karte und die unten zitierten Texte.

Amtliche Quellen

FAQ

Darf ich allein, ohne Beobachter, FPV fliegen?
Nein: Das Amt lässt es nur mit einem Beobachter zu, in A3.
Darf ich bei Nacht fliegen?
Ja, mit aktiviertem grünem Blinklicht an der Drohne.
Zeigt Glydar die Zonen der Slowakei an?
Nein. Die Glydar-Karte zeigt die Vorschriften der Slowakei nicht an — siehe die Abdeckung. Vor dem Fliegen zu prüfen: die amtliche Zonendatei.
Was droht bei einem Verstoß?
Nach dem Zivilluftfahrtgesetz Bußgelder bis zu 3.500 € in den Hauptfällen und bis zu 20.000 €, wenn der Betreiber den Piloten nicht benennen kann. Siehe den Abschnitt Sanktionen.
Gibt es eine spezielle Kategorie? Warum behandelt dieser Leitfaden sie nicht?
Ja: Betriebe, die über die offene Kategorie hinausgehen, fallen unter die spezielle Kategorie. Glydar behandelt sie nicht: Es richtet sich an Piloten, die vor allem zum Vergnügen fliegen, also in der offenen Kategorie, und ein kurzer, geprüfter Leitfaden ist besser als ein ungefährer zu einem komplexeren Regime. Der amtliche Leitfaden ist der des Dopravný úrad: die spezielle Kategorie.
Reicht dieser Leitfaden, um regelkonform zu fliegen?
Nein: Er bereitet die offene Kategorie auf und verweist auf die Texte. Die Verantwortung für die Überprüfung liegt bei dir — siehe den Abschnitt Verantwortung.
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