Regelwerk · Färöer

Drohnenflug auf den Färöern: der Leitfaden zu den Vorschriften

Aktualisiert · Oktober 2026 · 4 Min. · Quellen Trafikstyrelsen / Retsinformation

1 · Die offene Kategorie

Auf den Färöern gelten die europäische Verordnung und die färöische Drohnenverordnung: BEK 113 (Regeln und Verfahren, Umsetzung der Verordnung 2019/947) und BEK 114 (Abstands- und Betriebsregeln) vom 31. Januar 2024, in Kraft seit dem 15. Februar 2024. Zuständige Behörde ist die Trafikstyrelsen; das europäische Zertifikat ist gültig. Alle halten die färöische Verordnung ein, ob ein Zertifikat erforderlich ist oder nicht — siehe den europäischen Rahmen.

  • Höhe: höchstens 120 m, in der offenen Kategorie in direkter Sichtweite.
  • Mindestalter: 15 Jahre in der offenen und der speziellen Kategorie; 12 Jahre für eine Drohne unter 250 g mit Nutzlast.
  • Digitales Flugbuch, 5 Jahre aufbewahrt (außer Freizeit unter 250 g).

2 · Zonen: die Abstandsregeln und Dronusonur

Die Verordnung BEK 114 legt je Paragraf fest:

  • Flugplätze: nicht näher als 5 km an einer Piste eines öffentlichen Flugplatzes (§ 9); 2 km zu medizinischen Hubschrauberlandeplätzen (§ 10).
  • Sensible Bereiche: 150 m zu Botschaften, Risikobetrieben, Polizeigut und Gefängnissen (§ 11); 1.000 m zu Militärzonen, 300 m in städtischen Gebieten (§ 12).
  • Natur: Der Überflug von Ramsar-Gebieten und sensiblen Naturgebieten ist vom 15. April bis 30. August verboten (§ 13).
  • Grindwal-Fang und Fischereiinspektion: nicht näher als 150 m (§ 14 und 15).
  • Straßen mit Tempolimit über 70 km/h: ohne Genehmigung des Straßenbetreibers verboten (§ 17); Stromleitungen: 5 m (§ 18); Wohngebäude: Zustimmung des Eigentümers zum Überflug von Häusern und umfriedeten Gärten (§ 19); Rettungseinsätze: 1.000 m (§ 20).
  • Ausnahmen werden von der Trafikstyrelsen erteilt (§ 31).

Die offizielle Karte ist Dronusonur (dronezoner.fo), herausgegeben von der Trafikstyrelsen; ihre Bedingungen stellen klar, dass sie nicht alle Zonen anzeigt. Sie beruht auf einem öffentlichen ArcGIS-Dienst, der ohne Konto lesbar ist (rote und blaue Zonen, Straßen, Maximalhöhe); die Lizenz dieses Dienstes ist nicht angegeben.

⚠️ Die Glydar-Karte zeigt die Vorschriften der Färöer nicht an: Maßgeblich ist die offizielle Karte Dronusonur der Trafikstyrelsen, die vor jedem Flug zu prüfen ist — siehe die Abdeckung, Land für Land.

3 · Registrierung, Prüfung und Versicherung

  • Registrierung: im Register der Trafikstyrelsen für einen auf den Färöern ansässigen Betreiber, ab 250 g oder mit einem Sensor für personenbezogene Daten. Preis und Dauer sind in den herangezogenen Quellen nicht angegeben.
  • Versicherung: Eine gültige Haftpflichtversicherung ist erforderlich (BEK 114, § 4); die Trafikstyrelsen nennt mindestens 0,75 Millionen Sonderziehungsrechte; C0-Spielzeug und Drohnen unter 250 g sind ausgenommen.

4 · FPV und Nachtflug

FPV: Es ist keine eigene färöische Regel angegeben; es gilt der europäische Rahmen (Beobachter).

Nachts: Die Verordnung verlangt nachts Beleuchtung, wie die europäische Verordnung.

5 · Vor jedem Flug

  • Dronusonur konsultieren; Flugplätze: 5 km; sensible Bereiche: 150 m.
  • Natur: kein Überflug von Ramsar-Gebieten vom 15. April bis 30. August; Grindwal-Fang: 150 m.
  • Registrierter Betreiber ab 250 g; 15 Jahre; Versicherung.
Dieser Leitfaden bereitet auf — er ersetzt weder die amtlichen Texte noch eine aktuelle Prüfung. Im Zweifel: die Trafikstyrelsen.

6 · Sanktionen: was das Gesetz sagt

Die Verordnung sieht vor:

  • BEK 114, § 34: Die Nichtbeachtung der wichtigsten Bestimmungen wird mit einer Geldstrafe („bøde“) geahndet, ohne festgelegten Betrag.
  • BEK 113, § 8: Die Nichtbeachtung mehrerer Artikel des Anhangs 1 kann mit einer Geldstrafe oder mit bis zu 4 Monaten Haft geahndet werden.
In den herangezogenen Texten ist kein Bußgeldbetrag angegeben. Maßgeblich ist der Gesetzestext, nicht diese Seite.

7 · Deine Verantwortung, und was Glydar tut

Glydar informiert; es befreit von nichts. Dieser Leitfaden gibt amtliche Quellen wieder, ist aber keine amtliche Quelle, garantiert weder deren Vollständigkeit noch Aktualität und gilt nicht als Flugerlaubnis.

Der Fernpilot bleibt allein verantwortlich für seinen Flug und dessen Rechtmäßigkeit, wie die Nutzungsbedingungen in Erinnerung rufen. Alles Nötige zur Überprüfung ist griffbereit: die Abdeckung, Land für Land, die offizielle Karte und die unten genannten Texte.

Amtliche Quellen

FAQ

Darf ich allein, ohne Beobachter, im FPV-Modus fliegen?
Es ist keine eigene färöische Regel angegeben: Der europäische Rahmen verlangt direkte Sichtverbindung oder einen Beobachter.
Darf ich in der Nähe eines Grindwal-Fangs fliegen?
Nein: Die Verordnung verbietet Einsätze im Umkreis von 150 m um Gebiete, in denen der Grindwal-Fang stattfindet. Siehe den Abschnitt Zonen.
Zeigt Glydar die Zonen der Färöer an?
Nein. Die Glydar-Karte zeigt die Vorschriften der Färöer nicht an — siehe die Abdeckung. Vor dem Flug ist die offizielle Karte Dronusonur zu konsultieren.
Was droht bei einem Verstoß?
Eine Geldstrafe ohne festgelegten Betrag oder bei bestimmten Verstößen bis zu 4 Monate Haft, nach den Verordnungen von 2024. Siehe den Abschnitt Sanktionen.
Gibt es eine spezielle Kategorie? Warum behandelt dieser Leitfaden sie nicht?
Ja: Einsätze, die über die offene Kategorie hinausgehen, fallen unter die spezielle Kategorie. Glydar behandelt sie nicht: Es richtet sich an Piloten, die überwiegend zur Freizeit fliegen, also in der offenen Kategorie, und ein kurzer, geprüfter Leitfaden ist besser als ein ungenauer zu einem komplexeren Regime. Der offizielle Leitfaden ist der der Trafikstyrelsen: die spezielle Kategorie.
Reicht dieser Leitfaden, um regelkonform zu fliegen?
Nein: Er bereitet die offene Kategorie auf und verweist auf die Texte. Die Verantwortung für die Prüfung liegt bei dir — siehe den Abschnitt Verantwortung.
Auf der Karte

All diese Zonen, eingezeichnet unter deinen Propellern.

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